Praxisbeispiele

Über acht Jahre schulische Präventionsarbeit

Abschlussveranstaltung des Bundesprogramms Respekt Coaches

Zeit für Austausch, Abschied und einen gemeinsamen Rückblick auf über acht Jahre erfolgreiche und wirkungsvolle Präventionsarbeit an Schulen: Am 21. September 2026 fand in Berlin die Abschlussveranstaltung des JMD-Programms Respekt Coaches statt.

Die Gäste der Veranstaltung sitzen in einem Saal und blicken zur Bühne.
Respekt Coaches aus ganz Deutschland kamen in Berlin zusammen.

Über 776.000 erreichte Schülerinnen und Schüler, fast 19.000 Gruppenangebote und mehr als 1.000 Kooperationsschulen: Diese vorläufige Bilanz zeigt die enorme Reichweite des Bundesprogramms Respekt Coaches, das im kommenden Dezember endet. Möglich wurde sie erst durch die Hauptakteurinnen und -akteure des Programms: die Respekt Coaches selbst, die über acht Jahre lang wirkungsvolle Präventionsarbeit an Schulen in ganz Deutschland geleistet haben. Um auf dieses Engagement zurückzublicken, lud die trägerübergreifende Fachstelle im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) am 21. September 2026 zu einer Abschlussveranstaltung nach Berlin ein.

Im Mittelpunkt des Tages stand der Dank an die Fachkräfte für ihren unermüdlichen Einsatz in der Demokratiebildung. Vertreter des BMBFSFJ, der Bundeskoordination der Jugendmigrationsdienste (JMD) und der Gemeinsamen Initiative der Träger Politischer Jugendbildung (GEMINI) sowie die Schulleitung einer Kooperationsschule betonten unter anderem, dass die Respekt Coaches mit ihrem Wirken nachhaltig zu einem respektvolleren Miteinander in Klassenzimmern und auf Schulhöfen beigetragen haben.

Programmbeteiligte aus unterschiedlichen Bereichen sprachen auf dem Podium über ihre Erfahrungen.

 

Rückblick auf Erfolge und Herausforderungen

In einer Podiumsdiskussion blickten Beteiligte unterschiedlicher Programmebenen – Fachkraft, Zentralstelle, Fachstelle und Kooperationsschule – auf den Verlauf des Programms zurück, auf seine Erfolge ebenso wie auf seine Herausforderungen. So verlangte die Corona-Pandemie sowohl den Fachkräften als auch den Schülerinnen und Schülern enorme Flexibilität ab. Vielerorts entstanden binnen kurzer Zeit digitale Angebote, die Zusammenhalt und Kreativität der jungen Menschen trotz großer Unsicherheiten stärkten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sicherung der Programmergebnisse. In Kleingruppen tauschten sich die Respekt Coaches anhand konkreter Beispiele über die Wirkung ihrer Arbeit aus und stellten einzelne Ergebnisse anschließend dem Plenum vor. Neben dem Rückblick richteten die Teilnehmenden den Blick auch nach vorn: Mit dem Programmende könnten Lücken in der Demokratiebildung entstehen, die viele Schulen ohne die Respekt Coaches nicht schließen können. Die Programmergebnisse ließen sich ohne zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen an vielen Schulen kaum nutzen, so eine geäußerte Sorge.

 

Austausch und Abschied

Die Abschlussveranstaltung bot allen Beteiligten die Gelegenheit, sich noch einmal persönlich auszutauschen. Fachkräfte und Mitarbeitende der Zentralstellen, des JMD-Servicebüros und der Fachstelle nutzten den Tag auch, um sich zu vernetzen. Am Ende zeigte sich viel Dankbarkeit für die gegenseitige Unterstützung und die Arbeit der jeweils anderen. Nach acht Jahren gemeinsamen Wirkens verabschiedeten sie sich voneinander, mit vielen Kontakten im Gepäck und der Gewissheit, dass ihr Engagement an Schulen in ganz Deutschland Spuren hinterlassen hat.

 

So hat sich die Reichweite des Bundesprogramms JMD Respekt Coaches über die Jahre hinweg entwickelt (kumulierte Zahlen):

Weitere Eindrücke

Ein Beitrag von:
Servicebüro Jugendmigrationsdienste
Veröffentlicht: 02.10.2026

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